Am Palmsonntag, 29.03.2026, veranstalten die Kirchengemeinden St. Stefan und St. Peter ein Wandelkonzert mit Imbiss von 16.00 bis 18.30 Uhr.
Chormusik a capella mit dem Kammerchor Sonneberg und Klänge an der frisch restaurierten Kreutzbach-Sauer-Orgel (An der Orgel: Hilger Kespohl, Bremen/Hamburg) zur Passion markieren den Anfang und den Schluss der Veranstaltung, bei der man beim Imbiss nach dem Chorkonzert auch gemeinsam ins Gespräch kommen kann, um dann im Anschluss nach Art einer Prozession gemeinsam zur Stadtkirche zu gehen.
Aus dem 17. Jahrhundert stammt das „Miserere“ (Erbarme dich) von Gregorio Allegri, eine für lange Zeit geheim gehaltene Partitur, die ihren festen Platz in der Karwoche der Sixtinischen Kapelle, Rom, hatte. Die Komposition stellt eine Vertonung von Psalm 51 als dem dritten der sieben Bußplalmen der Vulgata (die lateinische Version der Bibel) dar und ist mit ihren 3 kompositorischen Ebenen (Chor 1, Gregorianische Gesänge, solistisch geführter Chor 2 mit extremer vokaler Bandbreite, Solosopran: Luise Hecht) ein einzigartiges Bußgebet von eindringlicher Intensität.
Die achtstimmige Motette „Komm, Jesu, komm“ von Johann Sebastian Bach fügt sich wie auch die Trauermotette „Wie liegt die Stadt so wüst“ von R. Mauersberger inhaltlich in den Rahmen, wobei das Konzert mit dem achtstimmigen „Kyrie“ der Messe in Es-Dur von J.G. Rheinberger eröffnet wird.
„Agnus Dei“( Lamm Gottes, der du trägst die Sünd´der Welt), eine Klagemotette von 2022 aus der Feder von Carl Theodor Hütterott, die mit dem sehnlichsten Friedenswunsch „Dona nobis pacem“- gib uns Frieden, endet, beschließt das Vokalkonzert.
Hilger Kespohl, Preisträger mehrerer internationaler Orgelwettbewerbe, veranstaltet Konzertreihen an historischen Orgeln in Norddeutschland (Hamburg, Bremen) und konzertiert im In- und Ausland. An der Hochschule der Künste in Bremen ist er zudem Lehrbeauftragter für Orgelspiel.Seine grundlegende Orgelausbildung erhielt er während der Schulzeit bei Prof. Martin Lücker (Frankfurt / Main) und Prof. Michael Radulescu (Wien). Später studierte er an den Musikhochschulen in Köln und Bremen bei Prof. Michael Schneider und Prof. Hans-Ola Ericsson.
Hilger Kespohl spielt Orgelwerke von Johannes Brahms, Max Reger und die große Partita über das Passionslied „Sei gegrüßet, Jesu gütig“ von Johann Sebastian Bach. Besonders aufhorchen lassen dürfte auch das 7. Choral-Poem von Charles Tournemire (1870-1939) aus 7 Chorals-Poèmes: „Hodie mecum eris in Paradiso“ (Heute wirst du mit mir im Paradiese sein). Tournemire war ein Schüler von Cesar Franck und Charles Marie Widor. Er selbst wirkte er als Lehrer auf seine Schüler Maurice Duruflé und Jean Lanlais.
Der Eintritt für beie Veranstaltungen ist frei, für die Deckung der Kosten werden Kollekten erbeten.